Im Postauto zum Walliser Raclette (Bus Alpin)

In weniger als zwei Stunden von Bern sitzt der Genussreisende auf der Panoramaterrasse der Moosalp vor einem feinen Raclette und einem Glas Fendant.

Dank der IG bus alpin und dem RailAway-Angebot «Raclette-Plausch» konnte der PostAuto-Fahrplan auf die Moosalp auch für den kommenden Sommer verbessert und sogar ausgebaut werden.

Manche Einheimische nennen die Moosalp liebevoll auch «Col de Moos». Dies darum, weil die Moosalp auf 2048 m ü. M. direkt vom NEAT-Bahnhof Visp sowie auch über Stalden und Törbel im Vispertal mit dem Postauto auf die Moosalp erreichbar ist.

Eindrückliche PostAuto-Rundreise

Und was liegt näher, als gleich eine unvergessliche Rundfahrt daraus zu machen? Die Fahrt von Stalden nach Törbel ist atemberaubend und spektakulär. Kurvig um die Felsen geht’s nach Brunnen, einem malerischen Weiler. Spannend wird’s dann erst recht in den Flühen kurz vor Törbel, mit fast senkrechtem Blick auf das 600 m tiefer liegende Brückendorf Stalden. Die Einheimischen lieben diese Passage.

Moosalp - 2048 m.ü.M.

Doch zurück zur Moosalp: Sanft in das Hochplateau am Eingang des Vispertales einge-bettet liegt das Ausflugs-Bijou. Uralte Lärchenwälder, Heidelbeersträucher und Hochmoo-re mit Moorseen prägen diese einmalige Landschaft, die zu jeder Jahreszeit ihre Reize ausspielt. Als Ausgangspunkt für viele kurze und längere Strecken ist die Moosalp ein wahres Wanderparadies. Doch das absolute Highlight liegt am nächsten: in knapp zwan-zig Gehminuten bietet der Panoramapunkt «Stand» (2120 m ü. M.) eines der eindrück-lichsten Panoramas der Walliser Alpen. Vom Aletschgletscher, über Bietschhorn, Monte Leone, Weissmies, Nadelhorn, Dom, Klein Matterhorn bis zum Weisshorn präsentieren sich die Walliser Viertausender zum greifen nah. Nur das Matterhorn ist verdeckt, von der Weisshornkette, die mit der Moosalp dem Rhonetal entspringt.

Weitere Informationen über das nationale Netzwerk: www.busalpin.ch

bus alpin gewinnt Klimaschutz-Preis

Nach dem Gewinn des Innovationspreises öffentlicher Verkehr 2007 in den Kategorien Annerkennungspreis Fachjury und Publikumspreis wurde der bus alpin auch im Jahr 2008 wieder prämiert: Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA hat am 6. November in Bern sieben Gemeinden, Firmen und Organisationen für herausragenden Klimaschutz als Sieger ihres alpenweiten Wettbewerbs cc.alps mit total 160 Einreichungen ausgezeichnet. Wetterexperte Thomas Bucheli und CIPRA-Präsident Dominik Siegrist überreichten die Preise von insgesamt 100.000 Euro.

Die IG bus alpin hat für die beispielhafte Erschliessung der «letzten Meile» im öffentlichen Verkehr 10'000 Euro Preisgeld erhalten. Dieses wird sie mehrheitlich für den Betrieb der Busse in den Regionen verwenden.

Weitere Sponsoren gesucht

Um die öV-Erschliessung der Region Moosalp langfristig möglichst attraktiv gestalten zu können, werden weitere regionale und kantonale Sponsoren gesucht. Interessierte Privatpersonen und Firmen melden sich beim federführenden Tourismusverein Törbel.

IG bus alpin

Die «IG bus alpin» ist im Oktober 2007 aus dem nationalen Pilotprojekt Alpentäler-Bus entstanden, bei welchem auf der Moosalp als einer von insgesamt vier Pilotregionen das öV-Angebot erweitert und alternative Finanzierungsstrukturen getestet wurden. Ziel der Interessengemeinschaft ist es, touristisch interessante Ausflugsziele im Schweizer Berggebiet mit dem öffentlichen Verkehr zu erschliessen.

Entweder sind diese Regionen bisher nicht erschlossen oder sie sind es durch touristische Postautolinien, die nicht durch die Regionalverkehrs-Finanzierung gedeckt werden. Nach der erfolgreichen Pilotphase streben die nationalen und regionalen Akteure nun nach einer Konsolidierung des Erreichten.

 

Zurück