Panoramakarte Augstbordhorn / Wandertipps

Liebe Wanderer - Törbel Tourismus heisst Sie in seinem Wanderparadies Törbel-Moosalp herzlich willkommen. Diese Wanderkarte enthält nützliche Angaben und gibt Ihnen wertvolle Hinweise für Ihre Wanderungen. Im Sommer bietet Ihnen Törbel ein weitverzweigtes Wandernetz von über 75 km Länge an, mit Höhenwegen, kleineren Bergtouren und leichten Wanderungen zu den Nachbardöfern und schönen Aussichtspunkten, mit Blick ins Tal und auf eine imposante Bergwelt. Weitere Auskünfte erhalten Sie in allen Hotels, Restaurants und im Tourismusbüro (Post Törbel). Wir wünschen Ihnen Freude, Erholung und Entspannung beim Wandern sowie einen angenehmen Aufenthalt in Törbel.


Wandertipps Ausgangspunkt Törbel

1 Törbel-Wyssi Flüe-Zen Springen-Chalte Brunne
Ein leicht ansteigender Weg führt vom Dorf Törbel (1500 m ü. M.) hinauf zur Blumen übersäten Alpenwelt der Moosalpe (Chalte Brunne 2048 m ü. M.). Unterwegs laden Bänklein an aussichtsreichen Punkten zum Verweilen und zur Bewunderung der bis zu sieben Viertausendern der Umgebung ein. Auf halber Strecke steht die Antoniuskapelle für einen besinnlichen Marschhalt offen. Eine vielfältige Alpenflora erfreut unterwegs Herz und Gemüt und schärft den Blick für eine gesunde Umwelt.

2 Törbel-Zen Blattu-Bachkapelle-Holz-Pletschen
Wer die beruhigende Wirkung eines klaren Bergbaches erleben will, wählt diesen Wanderweg. Er zweigt bei der Ignaziuskapelle im Weiler Zenblatten (s. auch Rundgang "Urchigs Terbil") rechts ab und nähert sich mit nicht allzu grosser Steigung dem Törbelbach. Bald einmal bietet ein Lärchenwald angenehmen Schatten, der uns auf weiten Strecken dieses Weges Kühlung bietet. Unmittelbar neben dem Törbelbach klebt die romantische St. Annakapelle wie ein Schwalbennest an einem Felsen. Unterwegs kommen wir an der Streusiedlung "Holz" wie auch am höchstgelegenen Weiler von Törbel "Bad" vorbei. Der Endpunkt dieser Wanderung mündet zugleich in den Wanderweg Nr. 14 ein.

3 Törbel-Bach-Schüfla-Embd
Unterhalb des Dorfladens nimmt diese leichte Wanderung ihren Anfang. Der Weg durchquert zuerst mit sanftem Gefälle saftige Wiesen und mündet dann in die wild romantische Schlucht des Törbelbaches. Von da an begegnen uns allerlei typische Pflanzen, die trockene Gebiete bevorzugen. Vom Weiler "Schüfla" mit seinen sehr alten Gebäuden bietet sich ein letzter wunderbarer Blick zurück auf das Dorf Törbel, bevor wir Embd erreichen.

4 Törbel-Bach-Feld-Brunnen-Stalden
Den südlich von Törbel gelegenen Weiler "Feld" erreichen wir auf drei verschiedenen Wegen. Satte Wiesen links und rechts sind unsere ständigen Begleiter. Der fruchtbare Weiler weist heute die ältesten Gebäude und die grösste von sechs Kapellen der Gemeinde auf. Der Wanderweg führt neben der Kapelle weiter an einer gut gesicherten Felspartie und am Weiler "Brunnen" vorbei nach Stalden, dem alten Saumweg folgend.

5 Törbel-Stächile-Brunnen-Stalden
Dieser Wanderweg verläuft serpentinenartig über ein karges Gelände südlich der Pfarrkirche zum Weiler Brunnen. Etwas oberhalb dieser Siedlung vereinigt er sich mit dem Weg Nr. 4.

6 Törbel-Blattjistadel-Unterflüh-Esch-Zeneggen oder Visp
Wer dem alten Fussweg in die Töbjer Rebberge oder der ursprüng-lichen Verbindung nach Visp folgen will, muss diese Strecke unter die Füsse nehmen. Von Törbel bis zum Blattjistadel folgt man weitgehend der Strasse Törbel-Stalden. Einzig in den "Burgackern", der früheren "Kornstube" von Törbel, bietet sich eine Abkürzung an. Beim Blattjistadel folgen wir der Flurstrasse nach dem Weiler Unterflüh. Von da an durchqueren wir hoch über der Vispe ohne nennenswertes Gefälle einen lauschigen Föhrenwald und erreichen dann den Weiler Esch auf Gebiet von Zeneggen. Eine Flurstrasse oder ein alter Fuss- und Saumweg bringen uns nach diesem Dorfe. Um nach Visp zu gelangen, nehmen wir den Weg über den schwindelerregenden "Driest". Etwas unterhalb davon kommen wir an höchstgelegenen Rebbergen von Europa vorbei, folgen dann dem Planetenweg in Richtung "Südegg"-Visp.

7 Törbel-Burgen-Märafälli-Zeneggen
Dieser Weg benützt bis Burgen die Strasse Törbel-Stalden bzw. eine Flurstrasse. Die Kapelle der Schutzmantelmadonna überragt den idyllischen Weiler Burgen, ursprünglich eine selbständige Gemeinde. Von hier aus bringt ein gut unterhaltener Fussweg die Wanderlustigen über die Märafelli nach Zeneggen. Der Weg verlangt keine grossen Anstrengungen.

8 Törbel-Blattjini-Burgen-Märafälli-Zeneggen
Es handelt sich um eine Variante zu Nr. 7. Diese Wanderung nimmt ihren Ausgang vom obersten Dorfteil Furen und folgt einem Fussweg fernab jeglichen Verkehrs über die "Blattjini" bis Burgen. Dort mündet sie in die Strecke von Nr. 7 ein.

9 Törbel-Hofstettu-Diebjen-Zeneggen
Empfehlenswerte Wanderung für alle, die Ruhe, Erholung und saubere Luft suchen. Der breite Weg führt am Weiler "Hofstettu" mit dem sagenumwobenen Dilgerhaus vorbei. Dieses Haus wurde nach Kaspar Dilger, der das Haus im 16. Jahrhundert bewohnte, benannt. Um ihn rankt sich eine wilde Mödergeschichte. Das Haus stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Monat Mai können wir hier auch die einzigartige "wilde Tulpe", auch "Chritzmeije" (Tulipa australis)** genannt, bestaunen. Danach "tauchen" wir in einen dichten Lärchen- und Tannenwald ein. Melodiöses Vogelgezwitscher ist dann unser ständiger Begleiter bis nach Zeneggen. Mit etwas Glück kann auch Wild beobachtet werden. Ab "Diebjen" bieten sich zwei Wege an, eine "direkte" und eine etwas längere Variante. Erstere ist teilweise ziemlich steil, die zweite folgt weitgehend dem offenen Wasserlauf der "Niwa". Bitte Wegweiser beachten.

10 Törbel-Lische-Ledi-Breitmatten-Chalte Brunne
Auch diese Strecke bietet uns auf weiten Strecken die Annehmlichkeiten des Waldes. Alle unsere Sinne kommen dabei voll auf ihre Rechnung. Ohne übergrosse Steigung überwinden wir einen Höhenunterschied von 500 m. Entsprechend länger dauert die Wanderung.

11 Yakpfad: Törbel-Blattegga-Isch-Riedflüe-Seefluh-Rotiflüe
Beim Beginn des Rundgangs "urchigs terbil" in der Dorfmitte nimmt diese leichte Wanderung ihren Anfang. Der Weg durchquert zuerst die alten Kornfelder bis zur Mühle beim romantischen Törbelbach. Von da an steigt der Weg allmählich bis zum Orte Blattegga an. Allerlei tybische Pflanzen, die trockene Gebiete bevorzugen, begleiten und bis zur Riedflüe. Hier bietet sich ein letzter Blick zurück auf das urchige Walliser Dorf Törbel. Unterwegs laden Ruheplätze an aussichtsreichen Punkten zum Verweilen und zur Bewunderung der Mischabelkette ein. Auf diesem letzten Stück treffen die Wanderer vielleicht auf Yaks oder andere tibetische Tiere. Schon von weitem winken die tybischen Gebetsfahnen und weisen den Weg zum Weiler Rotiflüe.

Wandertipps Ausgangspunkt Chalte Brunne (Moosalp)

12 Chalte Brunne-Plattjistei-Bonigersee-Stand-Breitmattensee-Breitmatten-Chalte Brunne
Dieser Rundgang führt uns das Hochplateau der Moosalpe in all seiner Vielfalt vor Augen. Nach der Abzweigung bei Plattjistei Richtung Bonigersee-Stand treffen wir auf ein Naturschutzgebiet mit typischen Hoch- und Flachmooren. Auf dem Stand überblicken wir das ganze Oberwallis. Dort oben ist der Sonnenaufgang für Frühaufsteher ein sehenswertes Erlebnis. Einen besonderen Reiz bieten die an dieser Strecke gelegenen Alpseelein: Blindsee, Bonigersee und Breitmattensee. Lauschige Plätzchen überall, vor allem in Breitmatten, lassen uns den Alltag vergessen und neue Kraft tanken. Eine ungeahnt vielfältige Alpenflora in der ersten Sommerhälfte macht diese Wanderung allein zu einem einmaligen Naturerlebnis. Empfehlenswert für Jung und Alt.

13 Chalte Brunne-Moos-Rest. Panorama-Ledi-Breitmatten-Chalte Brunne
Diese Strecke kommt einem Rundgang um das Plateau der Moosalpe gleich. Dementsprechend zeigt sich uns auch immer wieder ein anderes Panorama. Der Blick auf das Rhonetal wetteifert dabei mit demjenigen auf das Visper-, Saaser- und Nikolaital. Selbstverständlich fehlt auch der Kranz der majestätischen Berner und Walliser Alpen nicht. Der Weg kann natürlich auch in umgekehrter Richtung abgeschritten werden.

14 Chalte Brunne-Walker-March-Augstbordhorn
Höhenwanderer kommen bei diesem Aufstieg voll auf ihre Rechnung. Die drei glasklaren Seelein im Törbeltelli, weidende Schafherden, der "Mordstein", vor allem aber die traumhafte Rundsicht auf dem Augstbordhorn lassen das Herz jedes Bergwanderers höher schlagen. Beim Gipfelkreuz kann man sich zudem in einem Gästebuch verewigen. Die Wanderung bietet keine nennenswerten Schwierigkeiten.

15 Chalte Brunne-Schwarzi Blatte-Pletschen
Auf dem breit angelegten, ebenen Trassee der Augstbordwasserleitung erreichen wir mühelos den Aussichtspunkt "Schwarzi Blatte". Vor allem der in Törbel allgegenwärtige Lärchenwald spendet uns im Hochsommer willkommenen Schatten. Auf halber Strecke können wir uns am Törbelbach am schäumenden Wasserspiel des klaren Bergbaches in der strahlenden Sonne erfreuen. Der Weg bietet sich geradezu für ältere Menschen und Familien mit Kleinkindern an.

** Südliche Tulpe (Tulipa australis) Die Südliche Tulpe ist eine Gebirgspflanze und wächst auf Bergwiesen zwischen Sträuchern auf einer Höhe von 1500 bis 2100 m. Man findet sie in Marokko, Algerien, Spanien, Südfrankreich, den westlichen Alpen, im Südtirol, im Balkan und im Apennin. In der Schweiz ist diese Wildtulpe nur im Wallis in der Umgebung von Visp und Brig anzutreffen, vor allem aber in Hofstetten unterhalb dem "Dilgerhaus" bei Törbel.

Zu Hunderten stehen die Südlichen Tulpen von Ende April bis Ende Mai in der Bergmatte und setzen mit ihren gelbroten Blüten farbige Akzente in den grünen Wiesenteppich. Auffallend an der rund 20 cm hohen Tulpenart sind die spitzigen Blütenblätter Als nächste Verwandte der Südlichen Tulpe kennen wir in unseren Gegenden die Wilde Tulpe (Tulipa silvestris), die in Weinbergen und im Gebüsch zu finden ist. Sie unterscheidet sich von der Südlichen Tulpe durch das Fehlen der Rottöne an den Blütenrändern. Um die Erhaltung dieser seltenen Tulpe zu sichern, erwarb die Pro Natura 1968 die tulpenreiche Parzelle in Hofstetten. Daraufhin wurde ein Bewirtschaftungsvertrag mit dem Pächter unterzeichnet, in welchem eine extensive Bewirtschaftung verlangt wird. Dies beinhaltet unter anderem den Unterhalt der traditionellen Wässerwasserleitungen und das Ausbringen von Stalldünger.

Wenn wir uns weiterhin am Wildtulpenfeld von Törbel mit der einzigartigen Tulipa australis erfreuen wollen, müssen wir uns als echte Naturliebhaber verhalten. Die Pflanze steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht bedrängt, gepflückt oder ausgegraben werden. Nebst der Südlichen Tulpe finden wir in den Bergwiesen von Hofstetten eine vielfältige Flora wie z. B. Brandorchis, Schlangen-Knöterich, Teufelskralle, Saat-Esparsette, Zottiger Klappertopf, Wundklee, Wiesen-Storchschnabel usw.